Antriebsvarianten


Angetrieben wurde der 33 auf der Benzinerseite während seiner elfjährigen Bauzeit zwischen 1983 und 1994 ausschließlich durch vierzylindrige Boxermotoren. Deren Blöcke bestanden aus Grauguss und wurden durch zwei Aluköpfen komplettiert, in denen anfangs je eine durch Zahnriemen angetriebene Nockenwelle die zwei Ventile pro Brennkammer bediente. Die Basis bildete 1983 ein 1200 cm³ großes Aggregat mit stolzen 68 PS. Vergaserbefeuert wurde dieser Motor aus dem Alfasud nahezu unverändert übernommen. Doch der Baukasten der zur Unterscheidung vom Nordmotor der größeren Alfamodelle gerne auch Sudmotor genannten Motorenreihe gab weitere Hubraumvarianten her. So wurde der 33 des Typs 905 anfangs des weiteren mit einem 1300er (75 PS) und einem 1500er (85 PS) angeboten. Die Gemischaufbereitung erfolgt bei allen drei Versionen mittels Vergaser, die prominent auf dem ansonsten flach im Motorrum liegenden Boxer thronen.

Während seiner Bauzeit erfuhr der 905er diverse Modifikationen und Leistungssteigerungen. Vor allem dem mittlerweile zum Platzhirsch der heißen Kompaktwagen empor geklommenen Golf GTI versucht Alfa, mit dem 33 1500 ti und 105 PS durch Doppelvergaser Paroli zu bieten.

Anlässlich des Facelifts 1988 wurde der Hubraum des Boxers abermals vergrößert. Als 1700er erhält der 905 eine Boscheinspritzanlage und firmierte mit seinen 105 PS fortan unter dem Kürzel „Alfa 33 1.7 IE“ bzw. „Alfa 33 Sportwagon 1.7 IE“. “IE” stand dabei für “Inezione Electrica“, also elektronisch gesteuerte Einspritzung. Dieser Motor wurde bis zum Ende der 33-Bauzeit im Jahr 1994 im Grunde genommen unverändert verbaut.

Zur Seite gestellt wurden ihm ab Serie 907 im Jahr 1990 zum großen Facelift zwei weitere Einspritzmotoren: der 1400 IE und der mit völlig neu entwickelten Vierventilköpfen antretende 1700 16V. Ist ersterer (er leistet anfangs mit Bosch Jetronic 90 PS und ab 1993 mit Weber IAW Einspritzung 88 PS) prinzipiell ein lediglich im Hubraum verkleinerter 1700, so ist der neue 16V mit seinen 132 PS das aufwendige Topmodell der Baureihe. Seine Zutaten: zwei Nockenwellen je Kopf, vier Ventile je Brennkammer, Hydrostößel, Einzeldrosselklappenanlage, Bosch Motronic. In etwa 8 Sekunden verspricht das Werk für den Sprint von 0 auf 100. Kein Wunder bei nur knapp 1.000 kg Fahrzeuggewicht.

Neben dem als Berlina und als Sportwagon erhältlichen und als „Alfa 33 Boxer 16V“ bezeichneten Topmodell mit Frontantrieb bot Alfa die gleiche Maschine auch als Allradmodell an. Der Antrieb auf alle vier Räder hatte dabei Tradition beim 33. Schon der 905 war ab 1983 als Modell mit manuell zuschaltbarem Allrad erhältlich. Zu Beginn der 80er noch eher für die Forstwirtschaft mit höhergelegter Karosserie gedacht, stand bei dem als „Q4“ oder „Permanent4“ bezeichneten 33 16V eher der Traktionsvorteil im Vordergrund.

Es war weniger die Antriebstechnik, die dem 33 Anfang 1994 den Garaus machte. Sie wurde motorenseitig im Nachfolger 145 und 146 in den ersten Jahren weiterverwendet. Die Boxermotoren wurden nochmals überarbeitet und so in den Hubraumvarianten 1400 (90 PS), 1600 (103 PS) und 1700 16V (129 PS) weiterhin angeboten, ehe sie dort 1995 komplett durch neu entwickelte Twinspark-Reihenmotoren ersetzt wurden.

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